5 Jahre Akaishi Daiko in Magdeburg

Am 11. März 2011 vibrierte in Japan die Erde. Die Folgen sind weltweit bekannt und lassen sich in wenigen Stichworten zusammenfassen: Fukushima, Tsunami, Erdbeben. Selbst im entfernten Deutschland fühlten sich viele Menschen ob der vermeidbaren atomaren Verschmutzung unwohl bis machtlos. Viele Deutsche, die sich zu diesem Zeitpunkt in Japan aufhielten, verließen blitzartig das Land. So tat es auch der Magdeburger Konstantin Volke. Mit dabei waren außerdem seine jetzige Ehefrau Sakiko Nakahara und der Geist der japanischen Trommeln aus den japanischen Alpen.

Japanische Trommeln – Die Geschichte der Taiko

Seit dem Altertum werden japanischen Trommeln (Taiko) für verschiedene Zwecke eingesetzt: von der Nachrichtenübermittlung im Militär, über die Nutzung als Musikinstrument bis hin zur Verwendung als Uhr. In der Edo-Zeit (1603-1868) gewann die Taiko-Kultur zunehmend Bedeutung im zivilen Leben und ist schlussendlich bis heute ein Teil der japanischen Kultur und Seele.

Japaner sagen, der Klang einer Taiko würde in Rhythmus und Frequenz dem Herzschlag entsprechen, den ein Säugling im Bauch seiner Mutter spürt. Diesen scheinbar trivialen Klang saugen die Zuhörer sprichwörtlich durch Haut, Nase und Ohren auf. Er fesselt Frauen wie Männer, Kinder wie Erwachsene und Leute anderer Kulturen gleichermaßen. Eigentlich geht es dabei nur darum, die Taiko mit dem Bachi (Schlägel) oder der Hand zu bespielen. Doch diese scheinbare Schlichtheit bietet eine unheimliche Vielfalt der Taiko-Künstler in Form verschiedener Techniken, Rhythmen und Bewegungen.

So wird das Spielen der Taikos zu einer rhythmischen Musik. Aber es ist noch mehr als das. Ein guter Musiker verfolgt die Philosophie und Werte des Budo. Dessen Inhalte erfordern ein reines Herz (心), das Erlernen von Techniken (技), einen starken Körper (体) und gegenseitigen Respekt und Höflichkeit (礼). Anders als bei der japanischen Kampfkunst, die ebenfalls diese Werte beinhaltet, gibt es beim Taiko keine Gegner – vielmehr muss man mit sich selbst kämpfen. Die Taiko ist wie ein Spiegel für den Spieler. Seine Schläge reflektiert sie in Stärke und Schärfe und antwortet ihm auf ihre eigene Weise. Das Zusammensein in der Gruppe, der Weg vom Training bis hin zur Präsentation eines Liedes ist ein großartiges Gefühl der Erfüllung für die Spieler.

Die Gründung von Akaishi Daiko

Zurück in Deutschland wurden die Koffer geöffnet und der Taiko-Geist verflüchtigte sich. Für die 27-jährige Sakiko Nakahara standen zunächst andere Prioritäten auf der Tagesordnung, um in ihrem neuen Magdeburger Leben Fuß zu fassen. Seit ihrer frühen Kindheit spielte sie Taiko und es sollte indes nicht lange dauern, bis sie auch in Magdeburg die ersten Klänge japanischer Trommeln vernahm. Im Jahr 2012 trat sie zunächst der Gruppe „Higashi Daiko“ bei, die es bereits seit einigen Jahren in Magdeburg gab. Doch die wieder auftauchende Stimme des Geistes wurde immer eindringlicher und er verführte mit Erinnerungen an den Berg Akaishidake in der gemeinsamen Heimat der japanischen Alpen.

Akaishi Daiko ist eine Taiko-Gruppe im kleinen Ort Kawanehon-cho in der Shizuoka Präfektur, der am Fuß des Akaishi-Gebirges liegt. Von den Gipfeln der Berge kann man in der Ferne den Fuji-san sehen. Einer dieser Gipfel ist aufgrund seiner roten Färbung als Akaishidake bekannt; nach ihm wurde das gesamte Gebirge benannt, das auch als japanische Südalpen bezeichnet wird. Akaishi heißt übersetzt roter Stein.

1981 wurde Akaishi Daiko in der Stadt Honkawanecho (heute: Kawanehon-cho) ins Leben gerufen. Daihachi Oguchi (小口大八) ist der Vater der Gruppe. Er kreierte den Kumi-Daiko-Stil. Jenen Stil also, der moderne Taiko-Ensembles ausmacht und Taiko-Trommeln mit anderen Instrumenten wie Flöten oder Gongs kombiniert und eine umfassende Choreographie verschiedenster Taiko-Spieler beinhaltet.

Akaishi Daiko in Magdeburg

Nachdem Sakiko Nakahara sich ihrer Herkunft nicht weiter verschließen konnte, gründete sie mit drei weiteren Mitgliedern im Jahr 2013 Akaishi Daiko Deutschland. Diese Initiative wurde außerdem durch die Deutsch-Japanische Gesellschaft Sachsen-Anhalt (DJG) umfassend unterstützt, in der Sakiko Nakahara mittlerweile als Vizepräsidentin agierte. Die Gruppe entwickelte sich als Kulturgruppe der DJG zu ihrem festen Bestandteil.

Den ersten Auftritt absolvierte die Gruppe am 29. Juni 2013 auf dem Sachsen-Anhalt-Tag in Gommern. Zu dieser Zeit trainierten die Trommler noch im Keller eines Einfamilienhauses. Aber schon nach kurzer Zeit konnte mithilfe der DJG ein neuer Übungsraum in der Experimentellen Fabrik in Magdeburg bezogen werden.

Mitten in Magdeburgs Zentrum wuchs die Gruppe auf mittlerweile 25 Mitglieder und wurde ein oft gesehener Gast vieler Veranstaltungen wie zum Beispiel der Kulturnacht, der Fête de la musique oder dem Kunstmarkt im Buckauer Engpass. Auch außerhalb der Landeshauptstadt trommelte Akaishi Daiko Deutschland auf Sachsen-Anhalt-Tagen, auf Sommerfesten in Halle oder einer Budo-Veranstaltung in Hettstedt. Von Magdeburg ging es auch immer wieder nach Berlin (Kirschblütenfest, Internationale Tourismus Börse) oder zur Buchmesse in Leipzig.

In der deutschen Taiko-Szene machten sich Magdeburgs Trommler durch die Teilnahme an zahlreichen Workshops einen Namen. In Freiburg im Breisgau wurde zudem eine zweite Akaishi-Daiko-Gruppe gegründet.

5 Jahre Akaishi Daiko – das Jubliäumskonzert

Die stets positiven Rückmeldungen des Publikums sowie die Freude und Begeisterung der Magdeburger Akaishi-Daiko-Trommler veranlassten die Gruppe dazu, ein Jubiläumskonzert in ihrer Heimat zu organisieren. Dieses wird am 23. Juni im Moritzhof Magdeburg in der Zeit von 13 Uhr bis 18 Uhr stattfinden. Neben Akaishi Daiko Magdeburg und Freiburg werden weitere Gruppen aus Berlin, Hamburg und Wolfsburg sowie Gasttrommler aus Frankfurt (Main), Heidelberg und Fulda dabei sein. Auch einige Taiko-Spieler von Akaishi Daiko Japan werden sieben Jahre nach der Ankunft ihres ersten Mitgliedes die Reise nach Magdeburg antreten. Alle zusammen werden das größte Taiko-Konzert in Magdeburg gestalten, das es jemals hier an der Elbe gab. Neben den Klängen, der Dynamik, den Rhythmen, den Bewegungen und der Technik der Taikos und ihrer Spieler werden die Besucher mit japanischen Leckereien versorgt. Okonomiyaki (eine Art japanischer Eierkuchen), Manju und ein besonderes Curry werden für die Gäste durch Akaishi Daiko Köche frisch zubereitet.

Und so ist das Jubiläum nicht nur eine Geschichte von Sakiko und den Taikos, sondern auch von Japan und Magdeburg sowie von Menschen voller Herz und dem Gefühl der Erfüllung vom Geiste der Taikos aus den japanischen Alpen.

https://www.akaishidaiko.de/auftritte/5-jahre-akaishi-daiko-konzert/

5 Jahre Akaishi Daiko Deutschland – Das Jubiläumskonzert im Moritzhof Magdeburg

 

Wo?                Moritzhof Magdeburg, Moritzplatz 1 – 39124 Magdeburg

Wann?            Samstag, der 23.06.2018 zwischen 13 und 18 Uhr (Einlass: 12 Uhr)

Was?              Japanische Trommelkunst – Taiko

 

Tickets:           Stehplatzkarten – 7€ Vorverkauf – 10€ an der Abendkasse. Kinder bis einschl. 6 Jahren erhalten freien Eintritt

 

Vorkaufsstellen:

  • Online: https://moritzhof.ticket.io/
  • Moritzhof Magdeburg – Moritzplatz 1 – 39124 Magdeburg – Tel +49 (0)391 2578932 – Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10:00 bis 16:00 Uhr
  • Das Kartenhaus (Allee-Center Magdeburg) – Ernst-Reuter-Allee 11 – 39104 Magdeburg – Tel +49 (0) 391 5313559 – Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 09:30 Uhr bis 20 Uhr (Donnerstag, Freitag auch bis 22:00 Uhr).
  • Volksstimme Servicecenter – Goldschmiedebrücke 15-17 – 39104 Magdeburg – Tel +49 (0) 391 5999700 – Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 09:00 Uhr bis 19:00 Uhr und Samstag 09:00 Uhr bis 14:00 Uhr
  • Tourist-Information Magdeburg – Breiter Weg 22 – 39104 Magdeburg – Tel +49 (0) 391 63601402 – Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr und Sonntag 09:30 Uhr bis 15:00 Uhr
  • Buchhandlung Bartel und Gand – Olvenstedter Str. 11 – 39108 Magdeburg – Tel +49 (0) 391 7328661 – Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr und Samstag 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr
  • Hot Rats – Arndtstr. 42 – 39108 Magdeburg – Tel: +49 (0) 391 6224946 – Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 12:00 Uhr bis 19:00 Uhr und Samstag 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr

 

Fünf Japaner in Eilsdorf – Unglaubliches vor 130 Jahren im Harzvorland

Am Freitag, 07.10.16, gewährte der Magdeburger Software-Spezialist Dr. Martin Hentric heinen Einblick in die Ergebnisse seiner langjährigen Forschungen in Orts-Chroniken, Archiven und bei Privatpersonen über eine bemerkenswerte Geschichte: den teilweise mehrjährigen Aufenthalt von fünf jungen Männern aus angesehenen Familien in Japan bei dem Pfarrer Eduard Schleiff in Eilsdorf bei Halberstadt.

Reichlich Gäste waren der Einladung der DJG gefolgt und lauschten interessiert den kurzweiligen, gut vorbereiteten Ausführungen von Dr. Hentrich. Der Radioredakteur Carsten Reuß vom Mitteldeutschen Rundfunk hatte sich eingefunden und die Ausführungen aufmerksam verfolgt. Vor der Veranstaltung wurden mehrere Gäste und Akteure ausführlich interviewt. Ein Radiobeitrag wurde am Samstag, 08.10.16 in MDR Kultur ausgestrahlt, ein weiterer Beitrag ist vorgesehen.

Die Geschichte der jungen Japaner, die auf Vermittlung eines deutschen Gesandten in Ostasien für einen einjährigen, teilweise mehrjährigen Aufenthalt in die Familie des Pfarrers Eduard Schleiff kamen, ist für unsere heutigen Maßstäbe außergewöhnlich. Die aus Japan nach Deutschland entsandten fünf jungen Männer aus zumeist hochadliger Abstammung, u.a. aus dem Kriegeradel der Samurai, hielten sich zwischen 1885 und 1891 in Eilsdorf auf. Sie sollten in Obhut einer zuverlässigen, bodenständigen deutschen Pfarrersfamilie für ein Studium an deutschen Universitäten vorbereitet werden. Diese jungen Männer haben sich nach Rückkehr zu angesehenen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Japan entwickelt. Eine solide Ausgangsbasis dafür wurde auch hier in Sachsen-Anhalt geschaffen.

In alten Kirchenbüchern sind noch die Einträge über die Taufen einiger Japaner zu finden. Im Zuge ihrer Taufe nahmen die jungen Männer deutsche Vornamen wie z.B. Bruno, Kurt und Paul an. Auch in späteren Jahren nach ihrer Rückkehr nach Japan unterschrieben die „Eilsdorfer Japaner“ ihre Briefe an Familie Schleiff mit ihrem deutschen Namen.

Besonders erwähnenswert der Besuch des Urenkels von Pfarrer Eduard Schleiff, Dr. Hans Schleiff aus Bad Schönborn (Baden-Württemberg) sowie des Urenkels des Königlichen Gymnasial-Lehrers Paul Detto, Rechtsanwalt Thorsten Detto aus Dresden, in Magdeburg anlässlich des Vortragsabends. Dr. Hans Schleiff hatte sogar das alte Photoalbum mit den authentischen Photos mitgebracht. Dies zog natürlich großes Interesse auf sich. Im Nachklang zum Vortrag fand zwischen den Nachfahren der damaligen Protagonisten und den Gästen des Abends bei einem guten Wein noch ein angeregter Austausch statt.

Die um die damalige Zeit und ihre Nachwirkungen fokussierenden Gespräche und das feste Versprechen, die Kontakte weiter zu intensivieren, waren ein schönes Resultat dieses besonderen Abends. Hervorhebenswert: die Dorfgemeinschaft von Eilsdorf, einem Ort mit erfolgreichen Bauern, Landarbeitern, Handwerkern und Steinmetzen – weit in der Region bekannt – zeigte sich seinerzeit interessiert und offen gegenüber den jungen Männern aus Nippon, dem Land der aufgehenden Sonne. Ein schönes Beispiel für Weltoffenheit und Herzlichkeit gegenüber Menschen ferner Herkunft. Solche Geschichte machenden Geschichten würden Sachsen-Anhalt auch heutzutage gut zu Gesichte stehen.

Ein kleines Büchlein, das die Geschichte der „Japaner in Eilsdorf“ erzählt, ist über www.edition-huy.de zu beziehen.

 

Studierende aus Tokio zu Besuch in Magdeburg

Kennenlernen von DDR-Geschichte und wilden Wendejahren, durchlaufenem Strukturwandel und heutigen Aufgaben des Stadtumbaus

Für die Gäste sehr informativ, für die Stadt Magdeburg eine große Ehre, für die Betreuer von der Stadtverwaltung, der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Sachsen-Anhalt und einiger Magdeburger Japan-Freunde ein fröhliches Vergnügen – so lässt sich trotz der unschönen Vorfälle aufgrund unzivilisierter Rüpel aus der Provinz mit verstörenden Wurfgeschossen der Mitte März stattgefundene zweitägige Aufenthalt einer Gruppe von Studierenden aus Japan hier in Magdeburg zusammenfassen.

Als Begleitprogramm wurde ein gemeinsames Abendessen der Studierenden und Lehrkräfte der Hosei-Universität in Tokio mit Mitgliedern der DJG und an Japan interessierten Magdeburgern am Dienstag, 15. März, veranstaltet.

Der herzliche Austausch ermöglichte uns Gastgebern interessante Einblicke in die Interessen und Vorstellungen der jungen Japaner über das Leben und Denken in einer ostdeutschen Stadt im Jahr 27 der neuen Zeit nach der politischen Wende.

Die jungen Studierenden der humanwissenschaftlichen Fakultät hatten viele Fragen mitgebracht, die von den Gastgebern gern beantwortet wurden.

Dabei konnten die Magdeburger auch die Gelegenheit nutzen, Neuigkeiten über das aktuelle Leben in Japan zu erfahren. So war auch viel über die Besonderheiten des Lebens in der 30 Mio-Einwohner-Metropolregion von Tokio wie auch die Stadterneuerungs- und Entwicklungs­projekte im Vorfeld der Olympischen Spiele Tokio 2020 zu hören.

Die Studierenden äußerten ihr Erstaunen über die großzügigen Platzverhältnisse in Magdeburg, insbesondere über die breiten Straßen, die Radwege und Fußgängerbereiche sowie die vielen Grünflächen mitten in der Innenstadt. Auch haben sie der erreichte Sanierungsstand der Gebäude und die vielen Neubauten mit interessanter Architektur sehr beeindruckt. Etwas irritiert waren die jungen Gäste, dass so wenige Menschen auf den Straßen zu sehen waren.

In besonderem Maße waren die Studenten an den Verhältnissen in der DDR-Zeit interessiert. Zum Erstaunen der Gastgeber waren sie wahrlich gut darüber informiert, offenbar das Ergebnis einer intensiven Vorbereitung auf die Exkursion.

Am Mittwoch, 16. März, empfing der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr, Herr Dr. Dieter Scheidemann, die Studierenden im Infopavillon am Kloster Unser Lieben Frauen und erläuterte am Stadtmodell Grundzüge der Stadtentwicklung sowie aktuelle Bauvorhaben.

Bei einer anschließenden durch die Stadtplaner Tim Schneider und Kamran Ardalan geführten Besichtigungstour mit Zwischen­stopps im dynamischen Baugebiet Elbbahnhof, Sanierungsgebiet Buckau mit den neu gestalteten „pocket-parks“ und spannenden Bauprojekten (META architektur), Deponie Cracauer Anger mit pfiffigen Energiekonzepten, Konversions-Großprojekt BuGa 99 im Elbauenpark mit Fachführung durch Dr. Klaus-Dieter Pantke, Landes-Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in der Breitscheidstraße sowie dem Interkulturellen Garten in der Neuen Neustadt konnten sich die jungen Leute einen eigenen Eindruck über das Gesagte verschaffen.

Insbesondere das Kennenlernen der Initiativen „von unten“, d.h. von engagierten Bürgern getragene Projekte, lag dem Leiter der Fachexkursion, Herrn Prof. Dr. Hidetaka Tsuji, sehr am Herzen.

Hierzu ermöglichte ein Rundgang durch den Interkulturellen Garten sowie ein anschließender Fachvortrag durch Sebastian Essig von Kulturanker e.V., Projektteam IKuGa, einen praxisnahen Einblick.

Ein Abstecher zur Stadtbibliothek mit einer fachkundigen Spontanführung durch die Leiterin Frau Dr. Cornelia Poenicke rundete den Aufenthalt in Magdeburg ab.

Den Gastgebern wurde mehrfach von den Gästen gespiegelt, dass Magdeburg viele positive Überraschungen bereitgehalten hat. Die Studierenden haben, so der einstimmige Tenor, unerwartet viel dazu gelernt.

Das freut uns Japanfreunde hierzulande außerordentlich. Gern empfangen wir wieder Gäste aus Nippon.

Unvergesslicher Gourmet-Abend der besonderen Art

Dr. med. Kenji Kaminos klasse Appetit anregende Antworten auf „Japanische Esskultur – Was essen die Japaner außer Sushi?“

Gut 80 erwartungsfrohe Magdeburgerinnen und Magdeburger lauschten am 22.2.2016 im einewelthaus in der Schellingstraße den kurzweiligen und immer wieder erheiternden Ausführungen des aus Hannover angereisten Japaners Dr. Kenji Kamino.

Anhand von über 90 Fotos sowie einigen echten Küchenutensilien und mit kurzen, eingängigen Erläuterungen schaffte es Dr. Kamino, von den bodenständigen Speisen aus den Ursprüngen Japans einen weiten Bogen bis zu den Delikatessen der Neuzeit zu schlagen.

Dabei ging er auch auf die von der Hochkultur Chinas beeinflusste Blütezeit der Heian-Epoche mit deren kulinarischen Gepflogenheiten ein. Die sich daran anschließende, von vielen Kriegswirren geprägte sowie durch Entbehrungen und Armut gezeichnete Feudalzeit der vielen Fürstentümer mit deren bodenständiger Küche wurde ebenso näher vorgestellt. Die Edo-Epoche, eine Zeit der über 250jährigen Abschottung Japans, die innenpolitisch große Stabilität brachte und von einem erneuten Erblühen der höfischen Hochkultur enorm profitierte, brachte laut Dr. Kamino auch eine unvorstellbare Ausdifferenzierung der kulinarischen Köstlichkeiten mit sich. Während sich im Zuge der Öffnung Japans nach außen im Zuge der Meji-Zeit nach 1860 zaghaft neue gastronomische Einflüsse von außerhalb den Weg nach Japan bahnten, geriet die rigorose Modernisierung nach 1945 zu einem Entwicklungsschub mit großer Bandbreite neuartiger in- und ausländischer Speisen.

Im Zuge seines Vortrages ging Dr. Kamino detailreich und dennoch angenehm kurzweilig auf die verschiedensten fernöstlichen Spezialitäten und Alltagsgerichte ein, dass den Gästen fast hörbar der „Zahn tropfte“ und immer heftiger „das Wasser im Mund zusammenlief“.

Zur Belohnung für das Mitschweben mit den verbalen wie auch optischen Umschmeichelungen wie auch das Ertragen der Gaumenvorfreude-Torturen konnten die Gäste nach einer tiefer in die Details gehenden spannenden Fragen-Runde mit Dr. Kenji Kamino die von Vize-Präsidentin Sakiko Volke-Nakahara und Azusa Takagi handwerklich solide zubereiteten, deliziösen Reisbällchen (Onigiri) und eine äußerst leckere Gemüsesuppe (Tonjiru) genießen und ihre Erwartungen mehr als erfüllt spüren und sehen. Dazu gab es an der Bar von Vize-Präsident Peter Schmidt servierten Sake sowie Weiß- und Rotwein.

Bei dem anschließenden, die neuen Nippon-Erkenntnisse mit weiteren Argumenten beleuchtenden Small Talk zog die den Appetit anregende Atmosphäre noch gehörig befruchtend durch das einewelthaus.

So freuten sich die Gäste besonders über die Ankündigung von DJG-Präsident Prof. Dr. Lutz Wisweh, dass voraussichtlich im September dieses Jahres ein Koch-workshop für japanische Speisen von der DJG angeboten wird.

Vorher soll es noch im April gemeinsam zum Kirschblütenfest im japanischen Garten auf Gut Zichtau bei Gardelegen sowie im Oktober zum Laternenfest im japanischen Bonsaigarten in Ferch gehen.

Wer einmal eine japanische Trommel ausprobieren möchte, der ist bei der Taiko-Gruppe „Akaishi Daiko Magdeburg“ unter der Anleitung von Sakiko Volke-Nakahara bei den angebotenen Workshops im März herzlich willkommen.

Im Herbst wird Vize-Präsident Tim Schneider von seiner Japanreise in den noch sehr ursprünglich geprägten Norden Japans mit seinen besonderen Bauten berichten.

Unter den Gästen gesichtet wurden u.a. der DJG-Ehrenpräsident Rechtsanwalt Michael Gosewisch mit Sohn Roman, der Küchenmeister und Bonsai-Experte Hartmut Pohl mit Gattin Angelika, der Japan-Kenner Dr. med. Bernd Freigang, Dr. Cornelia Poenicke nebst Gatten Jörg, Dr. Karl-Heinz Dübner mit Ehefrau Dr. Limara Dübner sowie Dr. med. Rolf Willms und Gattin Heidrun Angela.

Die Gäste dankten dem Referenten des Abends, Herrn Dr. Kamino, mit lang anhaltendem Applaus für seinen unvergesslichen Vortrag.

Er wird, so war bereits von ihm zu erfahren, im Jahr 2017 mit einem Bildervortrag über den temperamentvollen Süden Japans – der tropischen Inselgruppe Okinawa im Ostchinesischen Meer – und seinem ihm eigenen außergewöhnlichen Humor wieder nach Magdeburg kommen.

Auf dass wir alle miteinander bis dahin die Gaumenfreuden neben Sushi gehörig durchprobiert haben werden! In diesem Sinne: „Itadakimasu!“

Spende anlässlich des Gedenktages 11. März eingetroffen

Der Vorstand der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. möchte den Gästen und Spenden-Gebern des Vortragsabends vom 11. März 2015 „Tohoku – Tragik und Hoffnung einer tüchtigen Region“ in der Stadtbibliothek Magdeburg, die sich für das aktuelle Hilfsprojekt der IAIDOKAI eingebracht haben, und darüber hinaus der Öffentlichkeit in Magdeburg und Region hiermit bekannt geben, dass der Spendenbeitrag aus Magdeburg dort eingetroffen ist und in eine laufende Maßnahme der Unterstützung einbezogen wird.

Der auf 300 € aufgerundete Spendenbetrag wurde an die für die Aktion „Von Herz zu Herz“ für ein Waisenhaus in der Katastrophenregion Fukushima verschiedene Spendenaktivitäten bündelnde Kampfkunst-Sportgruppe IAIDOKAI bereitgestellt.

Nähere Angaben entnehmen Sie bitte der Empfangs-Bestätigung sowie der Projektbeschreibung, die als Anlage dieser E-Mail beigefügt sind.

Nähere Informationen zu den derzeitigen Aktivitäten der IAIDOKAI unter

www.iaidokai.de/

Die DJG Sachsen-Anhalt e.V. dankt sehr herzlich allen Spendern für Ihren Beitrag. Auf der Webseite der DJG wird ebenfalls über aktuelle Aktivitäten berichtet.

Weitere Infos:

Iaidokai Hilfsprojekt – Spenden Eingangsbestätigung – Spendenprojekt-Beschreibung

Rückblick: Vortragsabend über die Katastrophenregion Tohoku

Im Nachgang zum am Mittwoch, 11.03.2015, begangenen 4. Gedenktag der Dreifachkatastrophe in Japan wird nachfolgende Medien-Mitteilung veröffentlicht.

Am Abend des 11.03.2015 führte die Deutsch-Japanische Gesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. in Kooperation mit der Stadtbibliothek Magdeburg einen öffentlichen Vortragsabend durch. Der reich bebilderte Vortrag des Referenten Tim Schneider spannte einen weiten Bogen von Ursachen über Wirkungen bis zu Problem-Erkennung und Versuchen des Gegen­steuerns und Neustarts in der hart getroffenen Katastrophenregion Tohoku in Nordost-Japan.

Der Vortrag ging insbesondere ein auf

– tektonische Ursachen des weltweit viert stärksten und für die japanische Neuzeit

  stärksten je gemessenen Erdbebens

– Verlauf der Katastrophen, hierbei mit Fokus auf das Tsunami-Ereignis mit seinen

  unvorstellbar starken zerstörerischen Kräften

– Kurzvorstellung der betroffenen Region

– Kurzeinblick in die demographische und wirtschaftliche Situation vor dem Erdbeben

  sowie nach dem Tsunami

– Beschreibung von spezifischen Schadensfällen im Zuge des Tsunamis

– Vorstellung von Sofortmaßnahmen für Evakuierte

– Vorstellung u. nähere Erläuterungen zu ersten Sofortmaßnahmen des Küstenschutz

– Vorstellung umfassender, langfristig ausgelegter Konzepte des Neustarts und Wieder-­

  aufbaus

– ehrenamtliches Engagement zur Ermöglichung von Sozialkontakten, Kinder- und

Seniorenbetreuung, öffentlichem kulturellen Leben (als Kompensation fehlender / nicht

ausreichender kommunaler / regionaler / staatlicher Aktivitäten

– Präsentation pfiffiger baulicher Hüllen zur Ermöglichung von Sozialkontakten, insbes.

     – Zeltbau, textiler Leichtbau

     – Holzbau (traditionsbewusste sowie zeitgemäße Interpretationen)

     – Container-Soforthilfe-Bauten mit gestalterischem Anspruch

– vielfältige Einzelprojekte / Projektansätze zur Wiederbelebung des öffentlichen Lebens

  und der Wirtschaft

– innovative, kostengünstige Lösungsansätze zur Wiederherstellung der Verkehrs-

  infrastruktur

– Masterpläne zur langfristigen Steuerung der Entwicklung / des Wiederaufbaus von

  Stadtzentren

Hintergründe

Etwas über 60 Gäste und Mitglieder der Dt.-Jp. Gesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. kamen auf Einladung und angeregt durch die öffentliche Bekanntmachung in der Volksstimme und weiteren lokalen Medien in die Stadtbibliothek Magdeburg für den Vortrag.

Die Leiterin der Stadtbibliothek, Frau Dr. Poenicke begrüßte die Gäste und band die  Natur- und Technikkatastrophe am 11.03.2011 in Japan sowie die weltweite Wahr­nehmung hierüber und die ersten Schlussfolgerungen daraus in größere Zusammen­hänge ein. Darüber hinaus stellte sie den Zuhörern den Referenten Tim Schneider vor. Hierbei ging sie insbesondere auf die verschiedenen Ausbildungs- und beruflichen Stationen des konstruktiv-kritischen Japan-Beobachters und gern dorthin reisenden Stadt- und Verkehrsplaners ein.

Herr Prof. Dr.-Ing. Wisweh, Präsident der Dt.-Jp. Gesellschaft, stellte die aktuellen Spenden-Aktivitäten sowie die inhaltlichen Schwerpunkte der Dt.-Jp. Gesellschaft vor.

Er berichtete über die Hintergründe des Hilfsprojektes für Waisenkinder, dem sich die Dt.-Jp. Gesellschaft anschließt.

Mehrere Mitglieder der Dt.-Jp. Gesellschaft stellten an einem bereitgehaltenen Stand umfangreiches Infomaterial über die Katastrophenregion Tohoku aus und standen für Informations­bedarfe der Gäste zur Verfügung. Dies wurde auch rege nachgefragt.

Die Deutsch-Japanische Gesellschaft dankt den Gästen der Veranstaltung, die insgesamt 220 Euro für ein Kinderhilfsprojekt in der Katastrophenregion gespendet haben. Das Geld wird einem Kampfkunst-Verein in Süddeutschland zur Verfügung gestellt, der es gebündelt in die Hilfsaktion einbringt.

Tim Schneider

Vizepräsident

Jordanstraße 9

39112 Magdeburg

tim.schneider@djg-magdeburg.de

fon 0179 – 34 78 272

Nurzu, auf nach Niigata!

Vertiefung der Kontakte nach Ost-Japan mit einem Besuch bei der JDG Niigata

Eine dreiwöchige, privat organisierte Rundreise durch die Mitte und den Nordosten von Japan führte Tim Schneider, einer der Vizepräsidenten der DJG Sachsen-Anhalt e.V., auch in die Großstadt Niigata an der Westküste zum Japanischen Meer. Die aufgrund zahlreicher Eingemeindungen nunmehr über 800.000 Einwohner umfassende Stadt ist Sitz der Ver­waltung der gleichnamigen Präfektur und verfügt u.a. über sieben Universitäten und Hoch­schulen sowie einen nicht unbedeutenden Überseehafen. Die Region ist ein Erdöl- und Erdgas-Fördergebiet, daher gibt es auch Erdölraffinerien. Daneben spielen die Papier- und Nahrungsmittelindustrie sowie der Maschinen- und Schiffbau eine bedeutende wirtschaftliche Rolle. Im Jahr 1990, d.h. vor den Eingemeindungen, hatte Niigata ca. 486.000 Einwohner und mit 209 km² eine Stadtfläche nahezu identisch mit Magdeburg.

Tim Schneider wurde ausgesprochen freundlich und interessiert von Mitgliedern der Japanisch-Deutschen Gesellschaft von Niigata empfangen. Die Kontakte zwischen den beiden Gesellschaften bestehen bereits seit gut 20 Jahren und werden durch vielfältige Aktivitäten insbesondere unseres Präsidenten der DJG Sachsen-Anhalt, Prof. Dr.-Ing. Lutz Wisweh, kontinuierlich gepflegt. Die fruchtbare Kooperation zwischen der Otto-von-Guericke-Universität und der Niigata-Universität besteht bereits seit 1986.

Die gut 100 Mitglieder umfassende Japanisch-Deutsche Gesellschaft (JDG) in Niigata unterhält ein reges Vereinsleben. Für das Jahr 2015 ist eine Vereinsreise nach Deutschland angedacht, die nach derzeitigen Vorstellungen auch nach Magdeburg führen könnte.

Der Generaldirektor der JDG Niigata, Herr Michihei Kurihara, setzt sich u.a. als Geschäftsführer der „Shinano Watershuttle Corporation“, der „Weißen Flotte“ von Niigata, für die Stärkung des Stadttourismus ein. Er möchte sich künftig vertiefend über Magdeburgs touristische Angebote u.a. auf der Elbe mit dem Wasserstraßenkreuz und auch mit Blick über die Stadtgrenzen hinaus informieren.

Weitere Mitglieder der JDG Niigata, darunter mehrere Professoren der Universität Niigata, sind sehr an einer Vertiefung der Kontakte nach Magdeburg interessiert.

Der herzliche Empfang für Tim Schneider beinhaltete eine ganztägige Stadtführung durch die Innenstadt von Niigata, die von mehreren Mitgliedern der JDG Niigata begleitet wurde. Hierbei wurden u.a. ein durch Bürger-Engagement vor dem Abriss gerettetes und denkmalgerecht erneuertes historisches Gebäudeensemble des Sommersitzes der angesehenen Großhandels-Familie Saito mit einem ausgesprochen schönen japanischen Garten besichtigt. Ebenfalls wurde ein im Stadtzentrum gelegenes historisches Kaufmannshaus besucht.

Als unvergesslichen Höhepunkt des Tages lies es sich der nunmehr im (Un-)Ruhestand agierende frühere Oberbürgermeister der Stadt Niigata, Herr Yoshiaki Hasegawa, nicht nehmen, höchstpersönlich auf seine charmante Weise durch den in den zurückliegenden 15 Jahren schrittweise errichteten Kulturbezirk „Ryutopia“  mit dem „Niigata City Performing Arts Center“ und der „Niigata City Culture and Music Hall“ als neuer geistiger Stadtmitte von Niigata zu führen. Dabei wurden verschiedene Spielstätten eines Aufsehen erregenden Neubaus eines klassischen Theaters mit an­geschlossenem Noh-Theater sowie mit einem außergewöhnlich gestalteten, 1.900 Sitzplätze umfassenden Konzertsaal besichtigt. Als besondere Geste wurden ebenso die Backstage-Bereiche sowie die spektakuläre, begrünte Dachlandschaft zugänglich gemacht.

Der gesamte Gebäude­komplex, der auch den geschichtsträchtigen Hakusan-Schrein mit seinem Garten, ein gerettetes historisches Gebäude mit nunmehrigen Möglichkeiten für TeeZeremonie etc., ein Sportstadium und eine große Leichtathletikhalle sowie städtebaulich hervorragend integrierte, eiförmige, begrünte Parkhäuser sowie eine mit zahllosen Kirschbäumen bepflanzte, überdeckelte Hauptverkehrsstraße umfasst, bildet auf beeindruckende Weise eine grüne, würdevolle und attraktive neue Mitte der Stadt Niigata. Der Neubau des Rathauses sowie weitere Gebäude der Stadtverwaltung grenzen unmittelbar an die parkartige Stadtlandschaft an.

Weitere bemerkenswerte Bauvorhaben zur Aufwertung der beiden Flussufer des Shinano-Flusses wurden in den zurückliegenden Jahren mit hohem Anspruch realisiert.

So hat beispielsweise die größte Tageszeitung von Stadt und Region, „Niigata Nippo“, ihren Sitz aus der Peripherie von Niigata im Jahr 2014 mit einem prägnanten, die Stadtsilhouette beherrschenden, schwungvollen Hochhaus, dem „Media Ship“, wieder zurück in die Stadtmitte verlagert. Weitere Bauvorhaben wurden entlang der Uferpromenaden realisiert und sind darüber hinaus in Planung.

Die Innenstadt befindet sich in einem umfangreichen Transformationsprozess. Zahlreiche Neubauvorhaben, insbesondere von Büro- und Appartmenttürmen, verändern das Stadtbild. Die im Vergleich zu anderen Städten Japans breiten Hauptstraßen werden von Baumalleen begleitet, welche die Stadt angenehm auflockern und durchgrünen.

Die Hafenstadt Niigata als bedeutende Verkehrs- und Logistikdrehscheibe mit schnellem Shinkansen-Anschluss in das nur rd. 250 km entfernte Tokyo und leistungsfähigen Eisenbahn- und Autobahnverbindungen in alle Landesteile sowie einem eigenen Flughafen strebt eine Vertiefung der Kontakte zu ausländischen Städten insbesondere mit Logistikfunktionen an.

So unterhält die Stadt Niigata bereits seit Anfang der 1980er Jahre intensive städtepartnerschaftliche Beziehungen zur nordchinesischen Millionenstadt Harbin, ebenfalls Partnerstadt von Magdeburg. Gleich zu drei Städten in Russland sowie zu weiteren Städten in verschiedenen Ländern werden lebendige städtepartnerschaftliche Kontakte gepflegt. Die Menschen in Niigata werden als aufgeschlossen und warmherzig eingeschätzt.

Niigata gehörte zu den fünf Hafenstädten, mit deren Öffnung für den internationalen Handelsverkehr im Jahr 1858 sich Japan nach mehr als 250 Jahren selbst gewählter Isolation für das Ausland öffnete und damit seine umfassende Modernisierung einleitete.

Die Wertschätzung durch unsere Freunde in Niigata sollte uns Ansporn und Motivation zugleich sein, unsere Aktivitäten zur Vertiefung der freundschaftlichen Kontakte nach Niigata fortzusetzen.