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Datum und Uhrzeit
30.01.2014
19:00 - 20:30

Veranstaltungsort
Internationales Begegnungszentrum (IBZ)

Kategorie


Das Akademische Auslandsamt der Otto-von Guericke-Universität Magdeburg und die Deutsch-Japanische Gesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. freuen sich sehr, den Vortrag

 „Klopf Klopf! Japan, öffne dich!  – Das Ende der Samurai-Epoche“

des bekannten Vortragsreisenden Herrn Dr. med. Kenji Kamino aus Hannover hier in Magdeburg einem breiten Kreis der an Japan Interessierten anbieten zu dürfen.

Der öffentliche Vortrag von Herrn Dr. Kenji Kamino findet am 30. Januar 2014, 19.00 Uhr im Internationalen Begegnungszentrum der Otto-von Guericke-Universität Magdeburg, Ernst-Lehmann- Str. 1, Magdeburg (direkt am Nordpark und Pfälzer Platz gelegen) statt.

Während des reich bebilderten Vortrages wird es insbesondere gehen um

  • Feudalismus und seine Probleme in der Samurai-Zeit
  • Öffnung des Landes und ihre Folgen
  • Untergang des Tokugawa-Shogunats
  • Vormarsch des Heers von Satsuma und Chōshū nach Norden
  • Letzte Schlacht in Hokkaidō
  • Residuen der „Revolution“

Mehr als 250 Jahre lang war Japan von der Außenwelt nahezu abgeschlossen. Sein Volk hatte Kaiserkult und Chauvinismus inne.

Mitte des 19. Jahrhunderts öffnete Schogun Tokugawa das Land, obwohl der Kaiserhof und einige mächtige Fürstentümer strikt dagegen waren.

Die Öffnung des Landes verursachte große politische und wirtschaftliche Probleme.

Folglich lieferten sich Befürworter der Öffnung und ihre Gegner eine heftige blutige Auseinandersetzung. Außerdem wurden zahlreiche Europäer von ausländerfeindlichen Samurai angegriffen. Es kam sogar zu lokalen Kriegen zwischen England und dem Fürstentum Satsuma (Kagoshima) sowie zwischen europäischen Alliierten und dem Fürstentum Chōshū (Yamaguchi).

Nach den Kriegen verbündeten sich Satsuma und Chōshū miteinander, um das bereits geschwächte Tokugawa-Schogunat zu stürzen. England unterstützte die beiden Fürstentümer  heimlich mit Waffen- sowie Munitionslieferungen.

Obwohl Schogun Tokugawa vor einem möglichen gewaltsamen Sturz vom Amt zurücktrat, wollten Satsuma und Chōshū den Tokugawa-Clan gründlich vernichten. Ihre Truppen rückten von Kyoto nach Edo (heute Tokio) vor und marschierten weiter in Richtung Norden, um mit dem Schogunat befreundete Fürstentümer, insbesondere Aizu (Fukushima), zu bezwingen.

Die „Revolution“  endete, als ein Freistaat in Hokkaidō, der ein halbes Jahr zuvor von Überlebenden der Tokugawa-Truppe gegründet worden war, erobert wurde.

Diese 15 Jahre – der Zeitraum war kurz, aber sehr intensiv – wirken immer noch auf das heutige Japan.

Der gesamte Vortrag wird rund eine Stunde dauern. Der Referent steht im Anschluss für Fragen und für einen Meinungsaustausch zur Verfügung.

Für Mitglieder der DJG sowie Studenten und Mitarbeiter OvG-Universität ist die Veranstaltung kostenfrei.

Für Nichtmitglieder der DJG wird ein Kostenbeitrag von 2,- Euro erbeten.

Wegen der begrenzten Sitzplatzkapazität bitten wir um Anmeldung bis zum 20.01.2014 unter

lutz.wisweh@ovgu.de oder info@djg-magdeburg.de.

Für Rückfragen sind wir als Veranstalter auch unter folgender Telefon-Nummer erreichbar:

Prof. Lutz Wisweh, fon 039203 – 60 430