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Datum und Uhrzeit
25.03.2024
17:00

Veranstaltungsort
Stadtbibliothek Magdeburg

Kategorie


Japanische Gärten – für viele Menschen in Magdeburg und andernorts ein abschreckendes Sinnbild für wenig erbauliche Schottergärten vor dem Einfamilienhaus sowie für unnatürlich geformte, heftig beschnittene Bäume und Büsche! Alles so unschön und fremd…

Schottergärten sind hierzulande aus der Mode gekommen. Wohl zurecht! Von manchen belächelt, von anderen ungeliebt wegen ihrer uninspirierten, oft völlig unjapanischen Machart, wegen ihres lieblosen Aussehens ohne irgendeinen Bezug zum Genius Loci, auch wegen ihrer Lebensfeindlichkeit für Insekten, Kriechtiere und Wildkräuter.

Ist dies nun das Ende des Interesses an japanischer Gartenkunst?

Mitnichten!

Gartenkultur wurde in Japan in ihrer jahrhundertealten Kultivierung und Verfeinerung zu einer variationsreichen Bandbreite in einer unbeschreibbaren Dimension und Qualität der Details entwickelt, wie wir uns vielleicht gar nicht vorzustellen vermögen.

Der Gartenliebhaber und Japanverehrer Tim Schneider aus Magdeburg möchte in seinem reich bebilderten Vortrag am Montag, 25. März 2024, 17 Uhr in der Stadtbibliothek einen kurzweiligen Einblick in die verschiedenen Stilrichtungen und Strömungen japanischer Gartenkunst vermitteln.

Der Vortragsabend mit Gelegenheit zum Austausch und Blick über den luftigen Gartenzaun (grüner „Tellerrand“…) ist zudem eine prima Möglichkeit, sich mit einer besonderen Aus-formung des Japan-Gartens – einem Zengarten als spezielle Form eines Trockengartens – aus nächster Nähe auseinandersetzen zu können. Die sehenswerte Leihgabe der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Trier wird derzeit in der 4. Etage der Stadtbibliothek nur noch für kurze Zeit ausgestellt.

Der Referent, seines Zeichens Präsident der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Sachsen-Anhalt e.V., lebte um die Jahrtausendwende für zwei Jahre in Tokyo und hat seither Nippon, das Land der aufgehenden Sonne, mehrfach intensiv bereist. Ein großer Teil der Fotos entstammt seinen persönlichen Besuchen in den verschiedenen Gärten in Japan.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Spende ist gern gesehen. Die eingeworbenen Mittel sollen für eine weitere Nachpflanzung eines Kirschbaums in der überregional für Aufmerksamkeit sorgenden Kirschbaumallee im Holzweg (Florapark) verwendet werden.